Test Bosch OptiMUM Rezension Bewertung Küchenmaschine
Küchen Liebe

Küchenliebe: Meine neue Küchenmaschine von Bosch, die OptiMUM

Ich habe die Küchenmaschine vergünstigt zum Testen erhalten im Austausch gegen eine unvoreingenommen Rezension. Der Beitrag spiegelt allein meine eigene Meinung wieder. Die enthaltenen Affiliate Links sind mit einem Sternchen* gekennzeichnet [Was das ist? – Transparenz]

 

Schon lange habe ich mir eine Küchenmaschine gewünscht. Ich habe viel gelesen, mir die unterschiedlichen Modelle rausgesucht, große Pro und Contra Listen geschrieben und jedesmal in der Stadt wieder eine andere angeschaut.

Wenn ihr auch auf der Suche nach einer Küchenmaschine seid, dann sollte euer erster Schritt sein euch 2-3 Punkte zu überlegen, die diese hauptsächlich für euch erledigen soll. Es ist zwar toll, was z.B. ein Thermomix alles kann, aber wenn ihr damit eigentlich nicht kochen wollt, sondern Hefeteig kneten (was er nicht ganz so gut macht), dann ist er eben nicht das was ihr sucht.

Und genau das habe ich mir auch überlegt. Wo soll die Maschine mir Arbeit abnehmen? Was kann sie mir leichter machen? Bei welchen Rezepten wäre sie gut einzusetzen? Ich kam dadurch auf zwei Punkte, die ich bis dato anstrengend fand und die mir wichtig sind. Nämlich, dass:

  1. sie einen zuverlässigen Hefeteig knetet und
  2. Gemüse hobeln und schneiden kann.

So hatte ich mir eigentlich schon immer eine Kitchenaid Maschine in der Küche gewünscht. Deren Design ist einfach toll.  Aber dann habe ich bei meiner Recherche öfters gelesen, dass diese wegen ihres relativ kleinen Motors manchmal Probleme mit Hefe- oder schweren Brotteigen hat. Als Lösung wurde vorgeschlagen: „dann einfach nochmal von Hand nachzukneten“. Und damit war sie für mich leider raus. Ich werde sicherlich nicht Geld in eine Küchenmaschine investieren nur damit ich dann doch wieder einen Teil ihrer Arbeit machen darf.

Also stand auf meiner Liste noch die Kenwood Chef Titanium oder die Bosch OptiMUM in der engeren Auswahl. Zufälligerweise bin ich dann im Internet über die Möglichkeit gestolpert, die Bosch OptiMUM vergünstigt zu testen. Und nach fast einem Monat fleißig kochen und backen schreibe ich euch hier meine Erlebnisse mit dieser auf.

 

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Der erste Eindruck – ein großer Karton

Mein Paketbote tat mir ja schon etwas leid als er den riesigen Karton die Treppe hinauftragen durfte. Von A wurde die OptiMUM dann gleich an ihren neuen Platz in meiner kleinen Küche gestellt. Sehr angenehm finde ich die beiliegende „Quick View Anleitung“ in der für Ungeduldige wie mich in kleinen Bildchen die ersten Schritte erklärt werden. Also z.B. wie man die Sprach umstellt oder das bitte alles zunächst gewaschen werden sollte.

Daran habe ich mich dann auch sogleich gemacht. Der Topf hat mit dem gebürsteten Edelstahl und den Griffen in denen man sich spiegeln kann ein nettes Design und liegt gut in meinen Händen. Und hier hatte ich noch einmal Glück: er passt gerade so unter meinen niedrigen Wasserhahn an der Spüle. Also messt vielleicht vor eurem Kauf egal welcher Maschine einmal nach wie viel Platz da bei euch ist.

Als dann alles abgetrocknet war nahm ich das Design noch einmal genauer unter die Lupe. Mir gefallen die roten Streifen am oberen Rand sehr gut und das Leuchten des Drehreglers. Auch wenn das Rot dann zusammen mit dem „Aluminium Druckguss“ (was auch immer das genau ist?) dann doch etwas an Formel 1 erinnert. Da sind z.B. die Kenwood oder Kitchenaid Maschinen femininer gehalten und gefallen mir vom Design her ein kleines bisschen besser.

Lustig und dennoch für die Zukunft vielleicht auch hilfreich, finde ich auch die Kontakthinweise unter der vorderen Anschluss-Abdeckkappe. Ich hoffe zwar, dass ich keine Probleme mit meiner OptiMUM bekommen werde, aber wenn dann ist es natürlich praktisch eine Servicenummer sofort zur Hand zu haben.

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Das Besondere an der OptiMUM

Im normalen Rühr- oder Knetbetrieb kommt sie bis jetzt mit allem klar. Sie ruckelt kaum und ihr geht nicht wie mir beim langem Hefeteig kneten irgendwann der Atem aus. Kurzum, sie erledigt ihren Job so wie man es von einer Küchenmaschine erwarten darf. Auch bei kleinen Teigmengen, wie z.B. nur 2 Cupcakes als Nachtisch hatte sie keine Probleme. Der Flexi-Teigschaber kommt an alles ran, der Knethaken knetet top (und der Teig rutsch nicht zu sehr hoch) und der Ballonschneebesen tut ebenso was er soll. Es gibt einiges an Zubehör und dieses lässt sich leicht durch die Farben unter den Abdeckklappen richtig zuordnen. Ich habe den Multimixer VeggieLove Plus* mitgetestet (Gemüse hobeln und schneiden war ja ein Kriterium) und damit keinerlei Probleme gehabt. Er ist leicht einzusetzen und zu reinigen und nimmt einem wirklich alles an Reibearbeit ab (z.B. Reibekuchen in unter 1 Minute. Ok Schälen muss man die Kartoffeln trotzdem noch selber).

Was die OptiMUM* allerdings von anderen Küchenmaschinen unterscheidet sind wohl drei Dinge:

  1. Sie besitzt eine integrierte Waage,
  2. es gibt eine Timerfunktion und
  3. verschiedene „SensorControl Einstellungen“.

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SensorControl – oder auch die „ich habe keine Ahnung“-Einstellung

Wenn ihr so wie ich ganz neu beim Thema Arbeit mit einer Küchenmaschine seit, dann hilft euch die OptiMUM mit drei integrierten Einstellungen für die Herstellung von Sahne, Eischnee und Hefeteig. Hier stellt die Maschine automatisch die richtige Geschwindigkeit ein, erkennt wann die richtige Konsistenz erreicht ist und schaltet sich dann ab. Als ich das zum ersten mal gelesen habe dachte ich, dass wäre ziemlich unnötig. Wer schaltet den die Maschine ein und läuft dann einfach weg, vielleicht auch noch für Stunden, so dass tatsächlich etwas schiefgehen könnte, also z.B. Sahne zu Butter wird.

Aber als ich dann zum ersten Mal Eiweiß steif schlagen wollte stellte ich fest: schon praktisch, wenn das die Maschine automatisch macht. Vor allem wenn man selber erstmal keine Ahnung hat wie lang oder bei welcher Geschwindigkeit das gehen soll. Ok, das wären Sachen gewesen die man durch ausprobieren und nachlesen lernen könnte, aber für einen ungeduldigen Anfänger wie mich war das erstmal nett. Sofort loslegen ohne größeres Einlesen.

Und der Eischnee und die Sahne werden fest, der Hefeteig so wie ich es mir vorstelle. Theoretisch kann man hier im Sensor Programm auch die Waage mitbenutzen (warum das praktisch nicht wirklich geht, siehe unten). Und was mir bei der Einstellung „Hefeteig“ sehr gut gefällt ist, dass die Maschine erst langsam anläuft um das Mehl mit der Flüssigkeit leicht zu vermengen und danach erst auf die volle Geschwindigkeit aufdreht. Dadurch wird die klassisches Mehlwolke vermieden. Hier hat jemand bei Bosch wirklich mitgedacht.

Ob man diese SensorControl Funktion allerdings wirklich braucht? Für mich ist es ein Pluspunkt, der mir die Arbeit erleichtert. Wenn ihr aber schon einige Küschenmaschinen-Arbeits-Erfahrung habt und ungefähr wisst wie lange Eischnee oder Hefeteig braucht, dann würde es ja auch reichen daneben zu stehen oder sich einen Timer zu stellen.

 

Der Timer – oder auch die „Schlage deine letzte Bestzeit“-Funktion

Einen solchen hat die Bosch Optimum auch. Einerseits schaltet dieser sich sofort an, wenn man die Maschine anstellt und zählt nach oben. Finde ich sehr praktisch, vor allem da man dann immer weiß wie viel Zeit man sich z.B. beim Gemüsehobeln gespart hat oder was die genauen Zeit für einen Blogbeitrag sind. Aber man kann das ganze auch als wirklichen Timer verwenden und die Maschine stoppt danach mit einem lauten Piepton ihre Arbeit. Gut gelöst und einfach zu bedienen. Aber wenn es eben diese Funktion gibt und man seine eigenen Erfahrungswerte hat zum Thema Hefeteig oder Eischnee – nun dann braucht es die SensorControl Funktionen fast nicht mehr.

Ich persönlich hatte die Timer Funktion bei meinen Kauf-Überlegungen total unterschätzt. Es gibt einem tatsächlich sehr viel Freiheit (zum Tee trinken oder Kekse essen oder neue Rezepte aufschreiben), wenn man nicht ständig in die Schüssel schauen muss und sich darauf verlassen kann, dass sich die Maschine von alleine ausschaltet. Also wenn ihr aus diesem Beitrag auch nur eine Sache mitnehmen wollt, dann vielleicht die: Ein Timer ist echt ein angenehmes Feature.

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Die integrierte Waage – oder  auch das „Kaufargument mit Starallüren“

Und damit kommen wir nun als letztes zur integrierten Waage. Diese war für mich eigentlich DAS Kaufargument. Man muss seine kleine Waage nicht aus dem Schrank hohlen, sondern kann alles ganz schnell gleich in der schon eingespannten Schüssel abwiegen. So zumindest meine Vorstellung. Die Waage ist dabei in der Realität auch einfach zu bedienen (so wie eigentlich alles an der OptiMUM), aber leider hat sie viel zu viele Starallüren um mir wirklich Arbeit abzunehmen.

Zum einem, springt die Waage nur in 5 g Schritten nach oben. Wenn man große Mengen verarbeitet mag das in Ordnung gehen, aber bei kleinen Kuchen für 2 Personen wo z.B. nur 30 g Zucker benötigt werden, ist mir das einfach zu ungenau. Dazu kommt, dass die Waage auch immer eine Bedenksekunde braucht bis sie das Ergebnis anzeigt. Das stört beim Einschütten der Sachen einfach ungemein. Bin ich schon bei 30 g oder schon drüber? Man weiß es erst, wenn man kurz geduldig wartet. Und das bringt mich zum dritten Störpunkt: die Waage springt nicht nur in 5 g Schritten nach oben, nein sie überlegt es sich auch gerne einmal anders. So hüpft sie am Anfang und wenn man zu schnell schüttet gerne in 10-20 g Schritten nach vorne, um dann  ihr Ergebnis nochmal nach oben oder unten (oder auch beides kurz hintereinander) zu korrigieren. Mir persönlich arbeitet die Waage damit nicht sorgfältig genug um sie wirklich nutzen zu können.

Bosch hat einen kleinen Leitfaden herausgegeben was beim Wiegen alles für ein optimales Ergebnis beachtet werden sollte (so Sachen wie gerader Stand, austarieren lassen, Maschine währenddessen nicht bewegen) und es soll auch ein Update geben um die Genauigkeit der Waage noch einmal zu verbessern . Aber ich habe festgestellt, dass ich auch nichts dagegen habe die Schüssel kurz zum Wiegen herauszunehmen oder die Zutaten vorher separat abzuwiegen (dank meiner Spülmaschine, die sich um die extra Schüsselchen kümmern kann). Daher werde ich persönlich die Waage einfach gar nicht mehr nutzen.

 

Und was ist jetzt mein Eindruck?

Alles in allem, bin ich mit der Arbeitsweise und dem Aussehen der Bosch OptiMUM* wirklich sehr zufrieden. Ihr holt euch zwar eine große Maschine in die Küche, die ich kaum alleine hochheben kann, aber dafür erledigt sie dann auch in Verbindung mit ihrem Zubehör alle an sie gestellten Aufgaben zuverlässig und ohne aufmucken. Allerdings würde ich mir gut überlegen, wie genau euch eine integrierte Waage arbeiten muss und ob nicht der Griff zum Bosch OptiMUM Modell ohne Waage* mit mehr mitgelieferten Zubehör preislich für euch nicht attraktiver ist.

Vielleicht helfen meine Überlegungen ja auch einem von euch weiter, wenn ihr euch überlegt eine Küchenmaschine zu kaufen. Oder habt ihr schon eine und seid super zufrieden mit ihr?

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Ich habe die Küchenmaschine vergünstigt zum Testen erhalten im Austausch gegen eine unvoreingenommen Rezension. Der Beitrag spiegelt allein meine eigene Meinung wieder. Die enthaltenen Affiliate Links sind mit einem Sternchen* gekennzeichnet [Was das ist? – Transparenz]

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